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TU Berlin

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HCBC

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Die Umsetzungsphase des Campusverbundsprojektes „Energieeffizienter Hochschulcampus Berlin-Charlottenburg“ kurz „EnEff: HCBC“ hat begonnen. Die 2016 gestartete Kooperation zwischen der TU Berlin und der UdK Berlin hat sich zum Ziel gesetzt, die Klimaschutzziele der Bundesregierung für 2050 bereits 2025 zu demonstrieren. Dazu wurde in der ersten Phase des Projektes (April 2016-August 2018) am Beispiel des Hochschulcampus Berlin-Charlottenburg eine Methode entwickelt, wie in einem bestehenden Stadtquartier schneller und mit geringeren finanziellen Mitteln hohe thermische Energieeinsparungen realisiert werden können, als dies mit bisherigen Methoden im Rahmen einer Sanierung nach der Energieeinsparverordnung (EnEV) möglich ist. Das Hauptmerkmal vom EnEff: HCBC ist die Verschiebung der Energiebilanzgrenze vom einzelnen Gebäude auf das Areal. In diesem Areal sollen Energieeinsparung, Energiegewinnung, Speicherung, Verteilung und Nutzung optimal aufeinander abgestimmt sein. Auf das Areal bezogen wurden deshalb unterschiedlichste Maßnahmen, sowohl aus dem Gebäude- als auch aus dem Anlagenbereich, ökonomisch und energetisch - auf ihren Beitrag hin zur Erreichung einer maximalen Einsparung konventioneller Primärenergie - miteinander verglichen, bewertet und priorisiert. Grundlage der Auswertung ist ein dafür entwickeltes Software-Tool, welches die Maßnahmen nach Einspar- und/oder Kostenvorgaben filtert und sortiert. So entsteht ein Masterplan Energie, der in Abhängigkeit sich verändernder Rahmenbedingungen und Zielgrößen sowie Energiepreisen, Investitionskosten, anstehenden Sowieso-Sanierungen, etc., flexibel angepasst werden kann und somit zu einer schnelleren energetischen Sanierung von Stadtquartieren beiträgt. Damit bleibt die Auswahl der zu realisierenden Teile flexibel und kann, den gegebenenfalls unterschiedlichen Randbedingungen in anderen Projekten, angepasst werden.   Um das Ziel von 100 % konventioneller Primärenergieeinsparung zu erreichen, ist es allerdings notwendig, gebäudeübergreifende, innovative Maßnahmen einzubeziehen. Hierzu wurden bereits alternative Hüllensanierungmaßnahmen, wie eine Klimahülle und thermisch aktive Fassaden, sowie Maßnahmen zur Abwärmenutzung und Verteilung von Lasten durch innovative Wärme- und Kältenetze entwickelt. In Rahmen des ersten Umsetzungsprojektes, Januar 2019-Dezember 2023, soll die neuartige, oben beschriebene, Planungsmethode getestet und weiterentwickelt werden sodass in den nächsten 10 Jahren Primärenergieeinsparungen-/substitutionen auf dem gesamten Campus in Höhe von zunächst 40 % realisiert werden. Bis 2035 wird das Wärmewendeziel in Höhe von 65 % angestrebt. Um dieses Ziel erreichen zu können erfordern die Vielfalt und Menge der Gebäude im Campus alternative Lösungen zu Standartsanierungsmaßnahmen am Gebäude. Diesbezüglich werden integrative Fassadenkonzepte erforscht und entwickelt, die quartiersbezogen sind und Netzintegrität im Vordergrund haben und Energieeinsparung mit Energiesubstitution kombinieren. Es soll auch parallel zu den Sanierungsmaßnahmen ein Reallabor entstehen, in dem die gebäudeübergreifende Nutzung von erneuerbaren Energien und Abwärme über ein Mehrleiter-Wärmenetz gepaart, mit einem Erdwärmespeicher getestet und optimiert wird. Der Kernpunkt des Labors wird ein Wärmeemulator sein, mit dem es möglich sein wird, verschiedenste zeitvariante Wärmeströme in das Netz zu speisen. Damit wird eine hohe Übertragbarkeit der Ergebnisse gewährleistet, da dieser Wärmeemulator generische Erzeugerprofile von z.B. Solarthermie und Abwärmeprozessen erzeugen kann. Weiterhin ist es ein elementares Ziel des Forschungsvorhabens, dass aus den Ergebnissen des EnEff: HCBC Projektes Handlungsempfehlungen entwickelt werden, die auf andere Stadtgebiete übertragen werden können.    

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